Georg Roth 1602 - 1653

Testament des Georg Roth und weitere Angaben aus dem Stadtbuch

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Stadtarchiv Rothenburg o.d.Tauber: A 1172, fol. 206-208

Testament des Georg Roth, Bürger im Thal und Müller auf der Ludleß- oder Waßenmühle bei Detwang, ausgestellt am 14.8.1653 durch den Notar Georg Philipp Roeschius zu Rothenburg auf der Ludleßmühle in dessen Krankenbett:

Er ist schon 4 Wochen krank und läßt sein Testament machen um der Kinder aus seinen beiden Ehen willen.

Testament des Georg Roth 1653 aus der ersten Ehe:
die Tochtern Barbara, verheiratet mit Hans Schober zu Crailsheim

aus der zweiten Ehe:
Sohn Georg, noch ledig,
und eine Tochter Margaretha, verheiratet mit Georg Hirsching dem Älteren, des äußeren Rats, Bierbrauer und Büttner zu Rothenburg

Sohn Georg soll die lehenbare Mühle mit zugehörigen 2 kleinen Gärtlein ober- und unterhalb der Mühle gelegen, und einer Scheuer, die er selbst erbaut hat bekommen, sowie alles zum Mühlenwerk gehörige Geschirr, das ganze "Bauernwerk", die im Taubertal beim Hohebach liegenden Äcker, Holz, Rain und Wiesen (insgesamt etwa 7 Morgen), eine Wiese zu Böhmweiler (ca. 2 Tagwerk); dies alles soll dem Sohn für 1000 Gulden überlassen werden.

Schulden:
30 fl bei Conrad Raab, 300 fl bei Dr. Georg Christoph Walther, Ratsadvokat (jährlich mit 50 fl abzuzahlen).
58 fl beim vorigen Besitzer der Mühle, Georg Metzgers nachgelassenem Sohn, 175 fl bei Marageretha , Witwe des Hufschmiedts Georg Storch, 106 fl bei Georg Kapp, gewesenen Mühlknecht; insgesamt 669 fl.

Diese sollen von den 1000 fl abgezogen werden: von den restlichen 331 fl soll er 120 fl als Heiratsgut behalten; der Rest (211 fl) geht zu gleichen Teilen an die 3 Geschwister, an Georg also 70 fl und 20 Kreuzer; Georg hat die Anteile seiner Geschwister in Raten jährlich zu 10 fl auszuzahlen. Alle übrige Habe fällt zu gleichen Teilen an seine drei Kinder.

Zeugen des Testaments: Georg Albrecht, des inneren Rats und Johann Friedrich Betzolt, des äußern Rats.

Einwilligung: Nikolaus Göttlingk und Johann Sigmund Holderbusch, Innerer Rat

Testament des Georg Roth 1653 Offensichtlich hatte Georg Roth mit finanziellen Problemen zu kämpfen und konnte seine Schulden bis zu seinem Tod im Jahre 1653 nicht tilgen. Auffallend sind die Verbindlichkeiten gegenüber Georg Christoph Walther, Ratsadvokat, in Höhe von 300 fl.
Georg Christoph Walther (1601-1656), * 1.10.1601 Rothenburg o.d.Tauber als Sohn des Konsuls und Scholarchen Daniel Walther (um 1574-1612) und seiner Ehefrau Ursula Rösch, Trivialschule ebd., 3.7.1622 imm. in Sraßburg, Februar 1624 zurück in Rothenburg o.d.Tauber, oo ebd. 26.1.1630 Margaretha Pfister, 1631 Ratsadvokat, 1633 Kanzleidirektor, + Rothenburg o.d.Tauber 6.6.1656

Werner Wilhelm Schnabel: Die Handschriften der Stadtbibliothek Nürnberg, 1995

weitere Angaben aus dem Stadtbuch B 250

fol. 14, 21.6.1651
Der Ludtleinsmüller Georg Roth überläßt seine Schulden bei der Johannispflege, 20 fl gegen jährlich Gült von 1 fl und einem Fastnachthuhn;
30 fl gegen jährlich Gült von 1 1/2 fl dem Michel Haag, Bürger und Messerschmied zu Rothenburg, vermittels des Verkaufs eines Hauses und Scheuer in der Klingengasse.

fol. 31, 6.4.1652
Georg Roth, Ludtleinsmüller, hat 1635 ein Kapital von 100 fl zu bezahlen auf sich genommen;
dieses Kapital wird jetzt an Johann Konrad Hoffmann, namens seiner Mutter Barbara Hoffmann zurückbezahlt.