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Siegelwappen von Johann Leonhard Roth in Windsheim

Genealogie online

Schützenmeisterkette der Königlich Privilegierten Schützengesellschaft Windsheim

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Zu sehen ist auf der Schützenmeisterkette das Siegelwappen von Johann Leonhard Roth, datiert auf das Jahr 1847.

Vorbehaltlich genauerer Untersuchungen folgende Wappenbeschreibung:
ein Schrägbalken mit drei [Knospen, Blumen ?] belegt.
bürgerlicher Spangenhelm mit Kleinod.
Helmzier wachsend ein bekleideter Mann in der Rechten drei Blumen haltend.
der linke Arm abgewinkelt einen Stab haltend.

Petschaft von Leonhard Roth zu Windsheim 1847

Petschaft von Leonhard Roth in Windsheim 1847
* Windsheim 20.6.1812 + Windsheim 9.6.1866

Petschaft von Leonhard Roth zu Windsheim 1847 horizontal gespiegelt

Petschaft von Leonhard Roth in Windsheim 1847
horizontal gespiegelt

1810 wurde die Stadt Windsheim dem Königreich Bayern zugeordnet, einhergehend mit dem Verlust der reichsstädtischen Privilegien.
Im Archiv der Königlich Privilegierten Schützengesellschaft Windsheim befinden sich die Vereinsakten beginnend aus der Zeit um 1820.
In diesen Akten sind unter anderem Einladungsschreiben, Beschlüsse, Verfügungen, Schriftwechsel, Rechnungen, Schießlisten, Protokolle, Namen eingetretener Mitglieder u.v.m.

Die alten Schützenketten der Schützengesellschaft Windsheim wurden nach 1810 zum Tambourstock der Bürgerwehr eingeschmolzen.
Der Verlust der Schützeninsignien hinterließ bei dem Magistrat der Stadt Windsheim und der wieder aufblühenden Schützencompagnie eine bleibende Wunde.

Der Bürgermeister Carl Ungerland gab den Anstoß zu einer Ersatzbeschaffung der Schützeninsignien.
Dieser schreibt am 18. Oktober 1839 an die Schützengesellschaft zu Windsheim:
"Bezüglich auf die von mir entworfene und der jenseitigen Anerkennung gewürdigten Schützen=Ordnung hat die seit dem Jahr 1525 bestandene verehrliche Schützen Gesellschaft ihr ferner Existenz gesichert, als im Jahr 1822 die Schulden und Vermögens Auspfendungen zwischen dem Staat und hiesiger Stadt vollzogen wurden."
"daß ein Denkmal wie das frühere, nemtlich durch ovale Schildchen von Silber und dem Namen des Schützen bezeichnet [...] und alle dieselben an einentselben Kette befestigt werden moegen [...] nach alter altener Gewohnheit dem 1. ten [...] traeger bey den Kirchweyhe oder Endschießen zu tragen gebühren soll."
In der Hoffnung, daß mir als 25 jaehriges [...] Mitglied der verehrlichen Schützengesellschaft die im gegenwaertigen Vorschlag verbundene patriotische Absicht nicht [...] werden wollen, stelle ich [...] bey die ergebenste Bitte:
Jenen gefaelligst in Erwaegung zu ziehen und mich über das Resultat [...] gefaelligst benachrichtigen zu wollen.
Unter Versicherung voller Hochachtung zeichnet sich Einer verehrlichen Schützen=Gesellschaft ganz ergebenster Ungerland"

Kleinodien [Inventarium erstellt von Christian Seefried]

Der sogenannte Paetscher.
Ein Gehaeng von einer silbernen Kette und Schildern, als Andenken von verschiedenen Mitgliedern der Gesellschaft gestiftet aus bei Aufzügen der Gesellschaft von dem 1. ten Schützenmeister getragen.
Dieser Paetscher bestehet dermalen
A, In einer schweren silbernen Kette
B, In folgenden daran befindlichen silbernen Schilden:
1. dem Wappen der Stadt Windsheim gestiftet von dem Magistrat im Jahr 1841

[NB: das in Silber getriebene Mittelstück mit dem Windsheimer Stadtadler, um den sich dann in den nächsten Jahren die Wappenschilde der verschiedenen Schützenmeister gruppieren.]

2. dem Wappen des Faerbermeister und Magistrats Raths Georg Leonhard Engerer gestiftet von demselben im Jahr 1840

[oo Windsheim 1824 Georg Leonhard Engerer, Färbermeister und Magistratsrat zu Windsheim und Margaretha Barbara Köppel]

3.dem Wappen des Hospital Verwalters und Rechnungsführers Johann Lorenz Schuster gestiftet von demselben im Jahr 1841

[oo Windsheim 1828 Johann Lorenz Schuster, magistratischer Buchungsführer, Hospitalverwalter und Maria Philippina Strampfer]

4.dem Wappen des Kupferschmiedts Meister Valentin Brükner [sic!] gestiftet von demselben im Jahr 1842

[oo Windsheim 1840 Johann Valentin Brückner, Kupferschmiedmeister und Maria Barbara Meier]

5. dem Wappen des des derzeitigen Bürgermeisters Carl Ungerland gestiftet von demselben im Jahr 1843

[oo Windsheim 1816 Christian Friedrich Karl Ungerland, Landgerichtsassistent und Frau Anna Wandeline Barbara Sauber, Wwe des Karl Friedrich Gottlob Sauber]

6.dem Wappen des Kaufmann Christian Seefried gestiftet von demselben im Jahr 1844

[oo Windsheim 1839 Georg Jacob Christian Seefried, Kaufmann und Rosine Sophie Louise Schirmer]

7. dem Wappen des Kupferschmied Meisters Jakob Brükner [sic!] gestiftet von demselben im Jahr 1845

[oo Windsheim 1841 Johann Jacob Brückner, Kupferschmiedmeister und Anna Regina Engerer]

8. dem Wappen des Apothekers Andr. Mich. Streber gestiftet von demselben im Jahr 1846

[oo Windsheim 1835 Michael Andreas Streber, Apotheker in Würth am Main und Anna Margaretha Barbara Strampfer}

9. dem Wappen des Rothgerbermeisters Johann Leonhard Roth gestiftet von demselben im Jahr 1847

[oo Windsheim 1836 Catharina Barbara Dornhauer]

10. dem Wappen des Apotheker Lindner gestiftet ao 1848

[oo Nördlingen 1846 Wilhelm August Christian Lindner, Bürger und Apotheker zu Windsheim und Amalie Laura Henriette Wolf]

11. dem Wappen des Zimmermeister Johann Enser gestiftet von demselben im Jahr 1849

[oo Windsheim 1812 Johann Georg Enser, Zimmerhandwerk und Barbara Zeilfelder]

12. dem Wappen des Hutmachers Meister Johannes Huber gestiftet Anno 1850

[oo Windsheim 1826 Johann Huber, Hutmachermeister und Anna Margaretha Hübsch]

13. dem Wappen des Bierbrauer Meisters Georg Deininger gestiftet von demselben im Jahre 1851

[ I oo NN
II oo Neuherberg 1845 Johann Georg Deininger, Bierbrauermeister und Anna Barbara Deininger
III oo Windsheim 1861 Johann Georg Deininger, Brauerreibesitzer und Sophia Felicitas Spoerer]

• www.sgbadwindsheim.de
• Mitteilung Horst Hendel, Windsheim, 2016
• Mitteilung Helmut Bruckert, Windsheim, 2016
• Vereinsakten der Königlich Privilegierten Schützengesellschaft Windsheim